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CASE STUDY - Was wie fehlende Geduld aussieht, ist oft etwas anderes


„Du bist immer so gereizt mit deinen Kindern. Das passt so nicht.“


Das hat die Frau eines Klienten zu ihm gesagt — leitender Angestellter in einem internationalen Unternehmen, in seinen Vierzigern. Im Job galt er als extrem belastbar. Zuhause reichte oft schon eine Kleinigkeit am Morgen: ein Kind, das nicht sofort hören wollte, ein bisschen Trödeln beim Anziehen — und eine Reaktion, die im Nachhinein unverhältnismäßig wirkte. Nicht weil objektiv Druck da war, sondern weil er ihn mitbrachte.


Er selbst nannte es fehlende Gelassenheit.

Gemeinsam haben wir die Stellen identifiziert, an denen ihm unbemerkt Energie und Aufmerksamkeit verloren gingen. Wir haben neue Verhaltensweisen erarbeitet und trainiert, um seine zunehmend verengte Perspektive auf seine Rolle wieder zu öffnen — mit einer klaren Definition von Verantwortung, vor allem aber von Freiheiten, die ihm tatsächlich zustanden. Daraus entstanden konkrete Zeitblöcke für Sport, Familie und Erholung.


Heute beschreibt er sich selbst bereits als deutlich entspannter — und zugleich effizienter in seiner Arbeit. Reibungsverluste, privat wie beruflich, haben spürbar abgenommen.


„Gelassenheit ist selten eine Frage der Persönlichkeit. Meistens ist sie das Ergebnis gelöster Engpässe."


Details wie Position, Alter und familiäre Situation wurden zum Schutz der Anonymität des Klienten verändert.

 
 
 

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